Freitag, 3. September 2010

Come on this musical ride with me.

im zarten alter von elf jahren wurde mir das herz gebrochen. wie millionen anderer mädchen auf diesem planeten interessierte mich 1997 nämlich nur noch eins: die oklahoma-pop-rock-strahlejungs von hanson. bekannt geworden durch den vielsagenden titel "mmmbob" haben sich die drei mit ihrem album "middle of nowhere" in die charts hochgeschlafen und waren durch bravo-starschnitte und viva interaktiv allgegenwärtig. danach wurde es still um die band und sendungen wie the dome mussten sich wieder mal neue musikalische wunderkinder suchen. hin und wieder erschien ganz heimlich die ein oder andere cd, doch an erfolge von damals konnte nicht angeknüpft werden. doch südstaatler wäre nicht südstaatler, wenn nicht doch erstmal vernünftig geheiratet werden und massenhaft kinder auf die welt gebracht würden. privatleben geht eben vor im deep south.

vor kurzem fiel mir dann wieder das bescheuerte video zu "mmmbob" ein und neugierig, wie ich nun einmal bin, musste ich erstmal abgooglen, was denn bitte aus dem schnieken lead-sänger taylor geworden ist. und siehe da: die schwulen frisen sind weg, der stimmbruch schon längst vergangenheit und gerade vor zwei monaten wurde ein neues album auf den markt gebracht, von dem ich es mir nicht nehmen lassen konnte, einmal reinzuhören.


zum glück! denn "shout it out" ist charmantester pop rock für den sommer (der hier leider keiner mehr ist). komplett selbst geschrieben, produziert und über das eigene indie label 3cg rausgebracht, kommen hier saxophonklänge und piano-soli ebenso authentisch wie spielerisch rüber und legen ohne zweifel nahe: die "mmmbob"-zeiten sind vorbei, aber man muss sich trotzdem nicht zu ernst nehmen. daher wird noch mit leidenschaft und manchmal auf kosten der aussage gereimt, aber darüber kann man bei uptempo-highlights wie der ersten single "thinking 'bout somethin'" getrost hinwegsehen. diese fällt vor allem durch die video-hommage an ray charles und die blues brothers und den cameo-auftritt von "weird al" yankovic positiv auf:


als großer freund der wortspielchen komme ich hier auch auf meine kosten ("you're pretty uptight, for being downtown.") und natürlich lässt auch der nächste ohrwurm nicht lang auf sich warten (erwähnenswert ist vor allem "give a little".) besonders gelungen finde ich zudem noch "musical ride" mit dem drummer zac an den mikes und "these walls". wer das sunshine-gute-laune-sommeralbum noch nicht gefunden hat und wem, wie ganz offensichtlich mir, nichts peinlich ist, könnte hier in der tat fündig werden.

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