Donnerstag, 18. August 2011

The day the music died.

Früher war alles einfacher. Niemand hat in unserem Land wahllos anderer Leute Autos in Brand gesteckt, zwei Dimensionen waren uns bei Nintentospielen völlig ausreichend und von Ehec hatte auch noch niemals jemand etwas gehört.

Vor allem aber hatte ich immer vernünftige Musik in meiner Playlist.

Doch wie das Leben so spielt, kann man sich nicht aussuchen, woher man seine Inspirationen bekommt. Falls man denn überhaupt welche bekommt! Denn seit nunmehr fast einem Jahr bin ich vollkommen ratlos, was meine Musikauswahl angeht. Wo ich vor einigen Monaten kaum genug Zeit hatte, um alle Platten zu hören, die ich unbedingt noch auschecken musste, ist nun das krasse Gegenteil der Fall. Gähnende Leere und Langeweile herrscht in meinem Kopf, wenn es darum geht, vernünftige Musik auszumachen. Zu lange ist es her, dass mich eine Band oder ein Künstler einfach richig vom Hocker gehauen hat.


Natürlich, mein iPod ist wie immer bis zum Bersten vollgestopft mit lauter Titeln, die "unbedingt noch draufmüssen". Immer wieder lösche ich Musik, um neue draufladen zu können -- nur um sie dann doch nicht zu hören. Ganz schön deprimierend!

Und doch ist es nicht so, dass mich plötzlich die Sehnsucht nach einer gut ausgestatteten Musiksammlung verlassen hätte. Vielmehr sorgt hier das viel zu große Angebot für vollkommene Resignation. Wie soll man sich mit knapp 8000 Liedern in der iTunes-Mediathek denn auch bitte auf ein oder zwei Favoriten einigen? Da werden hochgradig entscheidungsunfreudige Personen wie ich schonmal schnell überfordert.

Doch auch wenn ich mich mal dazu durchringen kann, hier und da zwei Alben zu löschen, die ich nicht mehr höre und auch eh noch irgendwo als (Achtung, Old School) Compact Disc herumliegen habe, löst das noch nicht mein Problem. Denn fast täglich kommen schon wieder neue Möglichkeiten hinzu. Bei den ganzen Youtubes, Facebooks und Simfys wird man bis zum Erbrechen mit neuer Musik regelrecht bombadiert! Na schönen Dank, denn da ist die Wahl mittlerweile eine große Qual. Ich bin ja schon froh, wenn ich die Musik, die ich habe, nicht höre! Da hilft also nur die konsequente Ignoranz von allen neuen Hypes, die einem die Welt andrehen möchte.

Doch trotz aller Negativität, es geht berauf. Ich merke, wie mein Interesse an den Klassikern und auch neuer Musik langsam wieder wächst. Meine Hoffnungen lege ich bereitwillig in die Hände der Kaiser Chiefs, Elbow, I Blame Coco. Und immerhin kommt bald Noel Gallaghers Debüt nach der Trennung von Oasis auf den Markt! Na, wenn das mal nicht Besserung verspricht! Und natürlich darf ich auch hier meine fulminante Simfy-Playlist nicht vergessen, die ich in Anlehnung an witzige Zeiten mit der "Ey, ich flippe!"-Lara erstellt habe. Vollgestopft mit unseren Highlight wie The Killers, Orson, Arctic Monkeys und Maxïmo Park, komme ich nicht umher, durchs Zimmer zu hüpfen und mich meiner zu erfreuen! Und genau das soll Musik ja auch tun: Emotionen hervorrufen. Stimmts?


Auch immer wieder gut: JJ72 "October Swimmer"

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