Mittwoch, 17. August 2011

I pull my old blue jeans on.

Neulich war ich auf eine Party eingeladen. Voller Vorfeude stand ich also abends um halb acht vor dem Kleiderschrank, um mir ein schönes Outfit auszusuchen, und dann der Horror: Ich hab nichts anzuziehen!

Was ein hausgemachtes Dilemma! Da hat man eine Auswahl, die locker einem kleinen H&M-Store gleichkommt, und trotzdem ist nichts dabei, das einem Befriedigung verschafft. Das eine Kleid hat einen blöden Schnitt, die alte Jeans ist richtig langweilig, das neue Top passt einfach zu keinem Rock, und sowieso, die Röcke sind eh alle kindisch oder nuttig und zum schlichten Pulli fehlt der passende Schmuck. Da kann einem schnell mal die Laune nach einem Abend in Gesellschaft vergehen, wenn man sich in all seinen Fummeln einfach nur deplaziert fühlt!


Was also tun? Den gesamten Schrank mit Inhalt der Kleiderspende übergeben oder einfach alles bei eBay verticken? Beide Optionen führen leider früher oder später dazu, dass man WIRKLICH nichts mehr anzuziehen hat. Also muss eine andere Lösung her. Ich habe an dem besagten Abend, der durchaus nicht der erste, aber der übelste seiner Art war, schon in Erwägung gezogen, in meine Affenpyjamahose zu schlüpfen, eine große Portion Vanilleeis zu futtern und einfach fernzusehen. Doof? Ja! Nach unfassbaren zwei Stunden (!) teilweise wütendem Klamottentesten war irgendwann zum Glück doch noch ein Kleid gefunden, das weder zu langweilig, noch zu nuttig, noch zu spießig, sportlich oder kindisch ist. Dazu noch schnell meinen super Riesen-Schleifen-Gürtel um die Hüfte gebunden und los gings gen Party! Glück gehabt!

Mittlerweile habe ich mich wieder mit einigen Stücken aus meinem Kleiderschrank anfreunden können. Allerdings frage ich mich nun, was mit den ganzen Sachen zu tun ist, die ich nicht mehr trage. Jeder hat doch zwei oder drei Lieblingsstücke, und der Rest der Haute Couture wird meist einfach übergangen. Dazwischen hängen dann Kleider, die ich ein oder zweimal probegetragen und für schlecht befunden habe, T-Shirts, deren Muster auf keine Kuhhaut passt, und auch jede Menge Jeans, die einfach nicht mehr gut sitzen. Aussortieren will man aber auch nicht, denn man weiß ja nie! Vielleicht kommen ja bald Stilbrüche, Mustermixe und schlecht sitzende Hosen in Mode, also werde ich die Sachen sowieso behalten und das nächste Mal wieder hoffnungslos verloren sein auf der gefahrvollen Suche nach dem perfekten Outfit.

1 Kommentar :

  1. das kommt mir so bekannt vor. den ganzen schrank voller klamotten aber "ich hab nix anzuzieh'n!"
    ich muss dringend shoppen, hab noch 80 euro für h&m woohoo :)

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