Donnerstag, 6. Oktober 2011

katie's haties | Baby, you can't drive my car.

Mein kleiner Bruder ist gerade dabei, seinen Führerschein zu machen. Wie es sich gehört, macht er seine Übungen, liest sein Lektionenbuch und bald wird auch schon seine erste Fahrstunde sein. Noch kann ich mir nicht vorstellen, wie der Bro denn unser Auto durch die Stadt kutschieren soll, ohne dass ich es komisch finden werde. Und auch die Tatsache, dass einige seiner Freunde schon längst fahren dürfen, lässt mein Sicherheitsgefühl nicht gerade ansteigen. Aber eine Gewissheit beruhigt mich sehr. Nämlich die, dass der Bro fahren kann. Er weiß, wo sich Gas- und Bremspedal befinden, seine Augen sind scharf wie eh und je, und auch seine Reaktionsgeschwindigkeit ist auf dem Zenit. Da sollte ich mir ja nun wirklich keine Sorgen machen.

Ohnehin sorgt dafür ja schon eine andere Altersgruppe! Ich kriege es ernsthaft mit der Angst zu tun, wenn ich manchmal so sehe, welch betagte Menschen sich --unberechtigterweise! -- immer noch in der Lage fühlen, im Straßenverkehr mitzuwirken! Gehen können sie nicht mehr ohne Rollator, aber im Auto kann man ja schließlich sitzen. Zeitung lesen können sie nicht mehr ohne Lupe, aber beim Autofahren geht's ja eh mehr ums Schätzen als ums Sehen.

Bereits im Jahre 2003 war dieses Problem bekannt, und South Park widmete dem gleich eine ganze Folge. In der "Revolution der alten Säcke" [wer's nicht kennt, direkt hier anschauen!] wollen die Senioren partout ihre Autos nicht stehen lassen, obwohl sie alles plattfahren, was nicht niet und nagelfest ist. Ohne, dass irgendjemand sie stoppen kann! Passend hierzu las ich vor kurzem folgenden Artikel:


Lustig, was? Ja ja. Aber wenn man bedenkt, dass sich diese Frau gerade ernsthaft ein Auto kaufen wollte, obwohl sie ganz eindeutig nicht mehr in der Lage ist, dieses zu steuern, dann sollte einem das Lachen vergehen. Außerdem -- wer soll den Schaden tragen? Die Versicherung? Das heißt, wir bezahlen dafür, dass alte Leute uns die Läden kaputtfahren. Nett.

Noch besser finde ich aber die Geschichte, die sich im April in Meppen zugetragen hat. Jene hat sich damals wie ein Lauffeuer verbreitet, weil auch diese auf den ersten Blick ziemlich amüsant klingt. Im Prinzip ging das Desaster so vonstatten: Rentner in Wagen A verwechselt auf dem Parkplatz Gas- und Bremspedal, rast in eine Spielothek, setzt zurück, schiebt Wagen B 20 Meter vor sich her, Wagen B rammt Wagen C und auch noch ein Mädchen auf einem Fahrrad, während Wagen A noch ein Stück weiterfährt, eher der gute Rentner die Bremse endlich findet [nachzulesen und anzusehen im Übrigen hier]. Die Schadenssumme von 50.000 Euro kann man da ja fast als Schnäppchen betrachten! Und die Behören können da nichts weiter machen, als offensichtlich nicht mehr fahrtüchtigen Menschen dazu zu raten, ihren Führerschein freiwillig abzugeben.

Ich plädiere also wirklich für einen verbindlichen Test der Fahrtüchtigkeit ab einem festgelegten Alter. So geht das nicht. Langsam krieg ich es wirklich mit der Angst zu tun.

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