Montag, 3. Oktober 2011

katy's haties | Do it for you!!!

Ihr müsst wissen, dass ich die englische Sprache genauso sehr liebe wie meine Muttersprache. Mit Leidenschaft habe ich mich schon in der vierten Klasse damit gebrüstet, auf Englisch bis zwölf zählen zu können (denn damals hatte man ja bekanntermaßen erst ein Jahr später Englischunterricht). Ich war stets eine der Besten in den Englischkursen, und meine diversen Englischzertifikate kommen ja auch nicht von ungefähr. Daher darf ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich bestens in der englischen Sprache auszudrücken weiß. Und aus dem Grund ist es für mich grob fahrlässig und schon fast körperlich schmerzhaft, was ich in den letzten Jahren -- den Jahren des Denglischen -- alles lesen musste. Brutal!

Hier ein paar kleine Beispiele, die mir in den letzten Wochen auffielen...


Ein Fitnessclub, logisch. Auffällig sind erstmal die übertriebenen drei Ausrufezeichen!!! Was aber noch schlimmer ist, ist die Tatsache, dass der Slogan an sich ist nicht nur grammatikalisch total falsch (wenn schon, denn schon bitte "yourself"!), sondern auch vollkommen hinterwäldlerisch und einfach nur katastrophal ist. Dieser Satz bestätigt zudem auch noch das typische Klischee der Fitnessclub-Besucher, die sowieso nichts im Hirn haben. Ich kenne durchaus eine Menge Leute, die sich gern mal in der Muckibude austoben. Aber bei so einem Slogan würde sicherlich keiner von denen jemals einen Fuß in dieses Gebäude setzen, denn man weiß doch sofort, wer sich dort so herumtreibt... Und ernsthaft, was ist so schlimm an "Tu es für dich"?


Slogan einer Fahrschule. Zugegeben, den Slogan kenne ich schon länger. Aber er tut einfach immer wieder weh. Nicht nur die Sinnlosigkeit der ganzen Aussage ist banal (ist doch klar, dass ich erstmal lerne, wie man fährt, bevor ich mich hinter's Steuer setze). Auch der Versuch, weltoffen zu klingen, ist ganz schön nach hinten losgegangen, denn dieser Satz klingt in der Tat unfassbar dumm. Was um Himmels Willen soll ich sonst in einer Fahrschule machen? Ich gehe da nicht hin, um die beste Pizza der Stadt zu kaufen oder eine möglichst günstige Lebensversicherung abzuschließen. Ich gehe hin, um zu lernen, damit ich anschließend fahren kann! Logisch! Daher gehört dieser Werbespruch (und generell Slogans bei Fahrschulen) wirklich schnell verboten!


Neuer Schlecker-Claim. Richtig, richtig, richtig brutal. Wer macht denn bitte deren Marketing?! (Netter User-Kommentar dazu auf horizont.net: "For You. Vor Ort. Vor BYE!") Auch hier kann man sich fragen: Warum nicht einfach Deutsch? "Für Sie. Vor Ort." klingt doch sehr angenehm. Die miserable Bemühung, ein neues Image aufzubauen, hätte eigentlich gar nicht noch mehr nach hinten losgehen können. Zugegeben, das neue Design macht einen modernen Eindruck, kann aber dennoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass der neue Marketer (der im übrigen erst seit März bei dem Unternehmen angestellt ist) einen großes No-Go begangen hat. Der Claim soll bewusst "mit einem Augenzwinkern" vermittelt werden, aber diese grausige Mischung aus Deutsch und Englisch klingt dumm, unüberlegt und alles andere als ohrenfreundlich. Wenn hiermit wirklich eine Dauerpräsenz angestrebt wird, dann werde ich dauerhaft jegliche Schleckermärkte meiden.

Gruselig, was sich die Welt da draußen immer wieder an Sprachfrechheiten ausdenkt. Da wünscht man sich doch die guten alten Zeiten zurück, in denen "Star Wars" noch "Krieg der Sterne" war und Hausmeister sich noch nicht "Facility Manager" nannten.. 

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