Mittwoch, 23. November 2011

If I could just see you tonight.

Eine Freundin von mir, nennen wir sie mal Emma, ist erst seit kurzem mit ihrem Neuen zusammen. Beide sind scheinbar recht viel unterwegs, um Freunde zu besuchen. Aber sich gegenseitig besuchen sie nur alle paar Wochen. Emma sagte dazu, sie wolle nicht, dass sich in ihrem Leben etwas ändere, nur weil sie nun einen Freund habe.

Da bin ich etwas nachdenklich geworden. Ist das so, dass man eine Beziehung führen, aber alles beim Alten lassen möchte? Und schauen, wie und ob der neue Mensch da einen Platz findet?

Meiner Meinung nach ist es doch gerade der Sinn der Sache, dass neue, aufregende Dinge passieren. Dass man den Neuen integrieren möchte, wo man nur kann. Und dass das ganze Leben einfach auf den Kopf gestellt wird!

Stehe ich damit wirklich so allein da? Ich bin der Überzeugung, dass man sich in irgendeiner Form der Veränderung hingeben muss, damit eine Beziehung auch funktionieren kann. Man kann ja kaum sein gewohntes Lebensmuster nehmen und schauen, wie der Partner sich mit etwas Glück und Mühe mal ein paar Stunden irgendwie dort hineinbasteln kann. Ich denke ebenso, dass man eigentlich nicht bereit für eine feste Bindung ist, wenn man so wenig Bereitschaft zeigt, für den Liebsten etwas an seinen Leben zu ändern. Und was ist eigentlich so schwer daran, zusammen zu reisen? Zusammen zu feiern? Zusammen Fussball zu schauen? Es hat doch jeder noch genug Gelegenheit, sein "altes" Leben weiterzuleben. Aber komplett auf den Aufbau einer neuen Beziehungsgewohnheit zu verzichten, weil beide Partner nicht bereit sind, ihr Leben auch nur ansatzweise an den anderen anzupassen - das ist doch der Anfang vom Ende.

Hat Emma also eigentlich nur gar keine Lust auf eine Beziehung? Oder hat sie tatsächlich vielleicht Angst, allein zu sein, und findet den Gedanken tröstlich, dass dort draußen jemand ist, der sich um sie sorgt? Oder handelt es sich bei ihrem Neuen um den berüchtigten Alibi-Freund, den manche Menschen gern haben, um sich vor möglichen anderen Interessenten zu schützen?

Was auch immer ihr Grund sein mag: Fakt ist, für mich wäre das alles nichts. Ich bin kuschelverwöhnt und glaube an die große Liebe. Ich kann kaum einen Tag ohne meinen Freund aushalten, und ich will es auch nicht anders. Manche mögen das sonderbar finden, andere sehen das genauso. Liebe ist halt eine sehr sehr komische Sache. Wir müssen nur rausfinden, was uns glücklich macht.



P.S. Emma, falls du das hier liest: Ich freue mich für dich über dein neues Glück, und ich möchte dich keinesfalls hiermit angreifen! Ich habe nur ein Weilchen drüber nachgesinnt ;)

1 Kommentar :

  1. Liebe ist wirklich sehr subjektiv, manche brauchen mega-viel Freiraum, manche jeden Tag viele gemeinsame Stunden. Ich wohne mit meinem Freund zusammen^^ also gehöre eher zur zweiten Gruppe.
    Nochmal zu Pelz / Leder: Leder sehe ich ähnlich, das wäre schon bisschen Verschwendung... außer so Luxus-Pferde-Lederstiefel, das ist wiederum nicht mein Fall... und an Klamotten mag ich Leder nicht, wenn dann halt Schuhe...
    Lieben Gruß

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