Freitag, 18. November 2011

katy's greaties | Oben

Ich liebe Animationsfilme! Leider sind viele davon recht oberflächlich und langweilig oder einfach nur so schlecht animiert, dass einem schnell die Lust an diesen digital kreierten Streifen vergeht. Sogar so sehr, dass ich einzig hierfür den Neologismus Banimation, eine Kombination aus den Wörtern Bad und Animation, erschaffen habe.

Dennoch, ein äußerst positives Beispiel für gelungene Animationsfilme, und gleichzeitig auch einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, ist Disneys und Pixars Oben.

Tolle Grafiken, niedliche Charaktere und vor allem eine sehr schöne Geschichte machen den Charme dieses Films aus:

Es waren einmal die Zoowärterin Ellie und der Ballonverkäufer Carl Fredericksen, die sich kennen, seit sie kleine Kinder sind. Beide verbindet eine Leidenschaft für die Wildnis sowie für den Abenteurer Charles Muntz. 

Ihr größter Traum ist es, einmal wie Muntz die Paradisfälle zu sehen. Oder auch gleich dort ein Haus zu bauen. Diese geheimnisvolle Wasserfallgegend befindet sich in Venezuela, also »Südamerika. Das ist wie Amerika, nur südlicher!«

Nach Ellies Tod wird aus Carl schnell ein griesgrämiger Greis, der partout an der Vergangenheit festhalten möchte.

Eines Tages klopft es an der Tür, und auf Carls Veranda steht ein kleiner japanisch-stämmiger Pfadfinder. »Schönen Guten Tag, ich heiße Russell, ich gehöre zum vierundfünfzigsten Stamm der Hüter der Wildnis, Untergruppe die Wölflinge. Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein, Sir?«

Kann er natürlich nicht, denn Carl möchte weiterhin in Erinnerungen schwelgen. Doch bevor er, gerichtlich angeordnet, in ein Altenheim umquartiert wird, bindet er kurzerhand tausende und abertausende von bunten Ballons an sein Haus und fliegt damit Richtung Paradisfälle, um seinen alten Traum wiederzubeleben.

Plötzlich klopft es wieder an der Tür -- Russell ist als blinder Passagier mit an Bord! Sehr zu Carls Leidwesen, selbstverständlich.



Nützt aber ja alles nichts, der Junge muss erstmal mit. So schwebt das ungleiche Paar über den Wolken gen Süden.

In Venezuela angekommen, müssen die beiden sich ihren Weg zu den Paradisfällen bahnen. Mit Carls Haus im »Schlepptau«.

Unterwegs treffen sie auf zwei sehr eigenwillige Kreaturen: den hyperaktive Hund Doug, der ein besonderes Halsband trägt, mit dem er sprechen kann, und einen farbenfrohen, leicht durchgeknallten Vogel, dem Russell den Namen Kevin verpasst.

Auch hiervon nicht begeistert, versucht Carl so Allerhand, um die beiden Tiere loszuwerden. Leider ohne Erfolg.

Russell unterdessen übt sich als Pfadfinder in Aktion.

Doch schon wenig später findet sich die Truppe in einer heiklen Situation wieder, und das wahre Abenteuer beginnt...

Manche mögen es merkwürdig finden, dass Disney für diesen Film einen Rentner als Protagonisten auswählte. Doch der Kontrast zwischen dem naiv-fröhlichen Russell und dem frustriert-nostalgischen Mister Fredricksen bleibt während der gesamten Spiellänge eine spannende Sache: Die beiden müssen miteinander klarkommen, komme was wolle. Das wahrscheinlich größte Abenteuer beider Personen wird niemals langweilig und ist durch eine besondere Situationskomik unfassbar witzig und sehr einfühlsam zugleich. Das Happy End ist natürlich vorprogrammiert, aber führt uns auch zu der lebensbejahenden Erkenntnis, dass es manchmal besser ist, einfach loszulassen, statt in der Vergangenheit zu leben.

Die DVD enthält neben dem Hauptfilm unter anderem eine sehr sehenswerte Dokumentation über die Recherchen des Disney-Teams in Venezuela. Die mysteriösen Schluchten, gruseligen Urwälder und scheinbar weltfremden Steinskulpturen, die wir im Film sehen, gibt es nämlich nicht nur in Wirklichkeit, sondern sie wurden auch noch unfassbar realitätsgetreu dargestellt. So viel Aufwand für einen Animationsfilm, das ist sicherlich nicht die Regel! Als weiteres kleines »Extra« kann man sich den Film mit einer österreichischen Tonspur anschauen, bei der Carl einen eben jenen Dialekt hat. Sehr süß, wenn auch nicht ganz mein Fall. Der Kurzfilm Teilweise wolkig, ebenfalls auf der DVD enthalten, ist zudem ein weiterer Grund, sich den Streifen im Original zu besorgen.

Habt ihr diesen wunderschönen Film bereits gesehen? Und wie fandet ihr ihn?

[Übrigens: Ich - Einfach unverbesserlich und Wall·E sind auch auf jeden Fall empfehlenswert!]

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