Sonntag, 29. Januar 2012

Sonntagsfahrer #2

Diese Woche hatte ich einen klaren Favoriten. Ich habe (wie circa jedes halbe Jahr) Biffy Clyro mal wieder für mich entdeckt!

Kennt ihr das, wenn euch bestimmte Künstler oder Bands ziemlich zusagen, ihr sie eine Weile rauf und runter hört, nur um sie zu guter Letzt schlichtweg zu vergessen? Kaum zu glauben, wie oft mir das passiert.
Jedenfalls war es mal wieder an der Zeit, die guten alten Biffys rauszukramen, und so hörte ich diese Woche kaum etwas anderes.


Während meiner kleinen Fanphase der letzten Tage fand ich übrigens etwas sehr Interessantes heraus: Eines der besten Lieder dieser Band, nämlich das göttliche Many of Horror, war tatsächlich am Ende des Jahres 2010 die offizielle UK Christmas Number One*. Allerdings nicht von Biffy Clyro selbst, das wäre ja zu einfach! Nein nein, stattdessen hörten die Briten lieber das kitschige, gar schreckliche Weichei-Cover eines Gewinners dieser fiesen X-Factor-Sendung. Der "Singer-Songwriter" Matt Cardle hat dieses Lied also nicht nur in der Finalsendung der Staffel performt, sondern auch hinterher gleich mal als Single unter dem Namen When We Collide herausgebracht.

[via]

Kann ja eventuell ganz okay sein, dachte ich mir ganz unvoreingenommen, denn bekanntermaßen kann ich mich ja auch gern mal auf Mainstream-Pop einlassen. Aber ich hatte ja keine Ahnung...


Übel, hm? Jetzt denken sich die "kreativen" Castingshow-Macher schon nicht mal mehr eigene Songs aus, sondern schicken ihre Neulinge mit Covern von eigentlich großartigen Liedern in die Welt? Na vielen Dank auch...

Wer Lust auf etwas vernünftigere Musik hat, sollte sich übrigens auch mal das Dance-Pop-Seitenprojekt vom Biffy-Sänger Simon Neil, genannt Marmaduke Duke, anhören. Mein Favoritensong ist das locker-flockige Rubber Lover. Anhören ist Pflicht!



*Bei der UK Christmas Number One handelt es sich um die offizielle Nummer Eins der Charts in der Weihnachtswoche, welche nicht selten die bestverkaufte Single des Jahres ist, und bedeutet daher eine sehr erstrebenswerter Platzierung. Seit Jahren tragen Charts-Kritiker allerdings immer wieder neue Kämpfe dagegen aus. Vor allem durch die sozialen Netzwerke versuchen sie, die Mainstream-Songs zu boykottieren, indem eine andere Single massenhaft gekauft wird. So wurde etwa 2009 durch diverse Facebook-Gruppen, deren Mitglieder eben jenes Lied bei iTunes runtergeladen hatten, Rage Against The Machines 17-jähriger Klassiker "Killing in the Name" zur UK Christmas Number One.

1 Kommentar :

  1. kenn ich zu gut! werd mich nun auch gleich mal wieder biffy clyro widmen. :)

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