Donnerstag, 22. März 2012

Ausgegraben | There's oceans in between us but that's not very far.

An dieser Stelle präsentiere ich euch zukünftig in der neuen Kategorie AUSGEGRABEN immer wieder Bands, Alben oder Songs, die mir früher sehr viel bedeutet haben und mir nun nach Jahren des unverdienten Nichthörens wieder in die Hände fallen. Falls es eine gibt, verrate ich dazu eine passende Annekdote und schwelge in Erinnerungen - das wird fein! Also los:


Damals, als man tatsächlich noch in den Plattenladen fuhr, um sich eine CD zu kaufen, statt sie einfach bei amazon oder iTunes in den Warenkorb zu schieben, fasste ich die Entscheidung, eine Investition zu tätigen: Ich besorgte mir Come Clean, das Major-Label-Debüt einer Alternative-Rock-Band namens PUDDLE OF MUDD (Erinnert ihr euch?).

Als riesengroßer Limp Bizkit-Fan bin ich damals gar nicht drum herum gekommen, diese neuen Schützlinge von Fred Durst zu mögen. Natürlich hat die Puddle of Mudd-Musik nichts mit dem damals sehr populären Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water-Nu Metal zu tun, aber das Potential dieser Band hat der Herr Skandalrocker schon richtig erkannt und voller Enthusiamus direkt auch Come Clean produziert. Und was Fred damals anfasste, wurde zu Gold! So auch im Falle Klein-Kathrin, die sich das Album bei amazon angehört und im Anschluss sofort zum Plattenladen geradelt ist, um sich das gute Stück zuzulegen.


Denn bis heute habe ich dies nicht bereut. Alle Jubeljahre hole ich die Platte wieder aus dem Regal, entstaube sie und lege sie in den Player. Direkt fühle ich mich wieder ins Jahr 2001 zurückversetzt, als sich langsam aber sicher "härtere" Spielarten der Musik in meine bis dato riesige Britney Spears-Sammlung einschlichen. Überraschenderweise merkt man es dem guten Stück keineswegs an, dass es bereits stolze elf Jahre auf dem Buckel hat, und all die Sunrise Avenue-Bands da draußen sollten sich ruhig mal eine Scheibe von deren Aktualität abschneiden.


Die Lieder, die mir von dieser Platte am meisten im Gedächtnis geblieben sind, sind definitiv die emotionalen. Natürlich hat Come Clean auch harte Momente, die es mir angetan haben, aber die Stärke der Band liegt auf jeden Fall in den Power-Balladen (schreckliches Wort). Puddle of Mudd wollen nicht nur laut sein, sondern auch authentisch.

Blurry
Das Highlight von Come Clean.
Ein großartiges Lied, das Sänger Wes Scantlin für seinen Sohn Jordan geschrieben hat. Ein amerikanisches Gitarrenmagazin wählte den Gitarrenriff zu einem der "Top Ten Riffs of the Decade".


Drift And Die
Und wieder ein ruhigeres Lied, das sich hervorhebt.


Out Of My Head
Die können aber auch härter!



Tatsächlich machen Puddle of Mudd auch heute noch Musik. Anno 2009 kam die letzte Langspielplatte mit dem klangvollen Namen Volume 4: Songs in the Key of Love & Hate und 2011 die aktuellste Compilation unter dem nicht minder komplizierten Prädikat Re:(Disc)Overed (Hallelujah, Copy-Paste!) auf den Markt. Zur Zeit sitzen die Jungs wieder im Studio, um neues Material einzuspielen, mittlerweile aber längst ohne ihren Entdecker Fred Durst. Es bleibt abzuwarten.

Kommentare :

  1. waaaah wie geil bist du denn, die hatte ich echt schon wieder vergessen. ich hatte nur ne gebrannte version, mein bro hatte das original, glaub ich. oder nina? puh, sehr lange her!
    ich fand control und blurry immer am besten, glaube ich

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    1. ooh und she hates me, ich dachte, das wär erst später rausgekommen.

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