Mittwoch, 7. März 2012

Katy's Haties | Camp Rock

Um hier von vorherein mit offenen Karten zu spielen: Ich hasse Camping. Klar, denkt ihr nun, da kommt wieder ein klassischer Katy's Haties auf euch zu. Diesmal aber nicht. Denn es geht nicht ums Camping per se. Es geht um Festivals.

Festivals oder eher Musikfestivals, um das für die Unwissenden zu erläutern, sind Großveranstaltungen, bei denen sich viele viele Menschen an einem kleinen Ort treffen, gemeinsam Zelte und Pavillons nebst Dixieklos aufbauen und anschließend drei bis vier Tage lang warmes Bier trinkend und kalte Dosenspaghetti essend bei diversen Konzerten neben den Zelten so richtig die Musiksau rauslassen. Alles draußen.

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Klingt doch erstmal nicht schlimm. Mit einigen dieser Bestandteile, wie beispielsweise dem musikalischen Teil, habe ich auch kein Problem, allerdings geht mir der ganze Rest komplett auf den Nerv.

Schon früher, als ich mit meiner Schwester ihr allererstes, brandneues Zelt im Garten testen wollte, wehrte sich mein Körper mit allen Mitteln dagegen: Nasenbluten, Kopfweh, Schwindel - eben die ganze Palette. Das kann doch kein Zufall gewesen sein oder am Wetterumschwung, der mir heute noch zu schaffen macht, gelegen haben! Das war ein klares Signal meines Körpers gegen die Übernachtung unter freiem Himmel!

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Ich will nicht verzogen klingen, aber ich brauche einfach meine Dusche und mein WC, und daran sollte auch niemand etwas Verwerfliches finden. Ich bin froh, den Luxus eines Badezimmers zu haben, was ja wirklich nicht jeder auf dieser Welt von sich behaupten kann. Hätte es schon immer Bäder gegeben, wäre so Mancher nicht an der Pest oder anderen ekeligen Krankheiten zugrunde gegangen.

Doch auf Festivals muss man auf diese Alltäglichkeit des Badezimmers verzichten. Genauso wie auf ein Bett, Privatsphäre und Ruhe. Alles Sachen also, die ich ganz gut leiden kann. Zwar nur einige Tage lang muss man es ohne sie aushalten, aber schon allein das reicht, um mich in die Bredouille zu bringen: Ich soll also locker 150 Flocken dafür berappeln, dass ich ein ganzes Wochenende lang, schutzlos dem Wetter ausgeliefert, im Dreck rumsitzen darf, um die drei Konzerte, die ich mir anschauen möchte, auch noch zu verpassen? Ist das gerechtfertigt? Soll ich wirklich die ganzen Strapazen auf mich nehmen, um mir ein paar mittelgute Bands von ganz weit hinten anzuschauen?

Ich weiß es nicht. Immerhin muss man auch die positiven Dinge sehen: Man hat vielen nette Menschen um sich, kann vom Alltag abschalten, und zum Frühstück ohne große Reue ein Bierchen zischen. Und man vergesse bitte nicht die Musik. Tatsächlich durfte ich einige meiner besten Konzerte auf Festivals erleben. Doch ob es das alles Wert ist, kann ich nicht sagen.

1 Kommentar :

  1. hurricane geht auch mit hotel scheinbar. aber das wär mir zu teuer. dennoch ganz luxusmäßig für festival.
    klickstu hier

    ich bestell mir übrigens diese/nächste woche mein ticket und freu mich schon. irgendwie fährt plötzlich meine halbe clique hin, was geeeht!? aber das nehm ich noch mit, wer weiß, was nächstes jahr ist, beruflich und so.

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