Dienstag, 3. April 2012

Katy's Haties | Happy Holidays, You Bastard

Langes Wochenende, leckeres Essen, die ersten Frühlingsgefühle - ohne Frage, Ostern klingt schon ziemlich verlockend diese Woche. Doch trotz der angenehmen Aspekte habe ich bereits leichte Aggressionen, wenn ich jetzt an die eigentlich besinnlichen Tage denke. Denn was mich jedes Jahr auf's Neue nervt, sind diese Panikkäufer.

"Oh mein Gott, ich kann zwei Tage am Stück nicht einkaufen!"

Du wirst ihnen in den nächsten Tage in sämtlichen Supermärkten, Drogerien und Discountern über den Weg laufen, sie werden dich mit überfüllten Einkaufswagen anrempeln und dir die Schuld geben, und sie werden nicht eher Ruhe geben, bis nicht auch die letzte der zweihundert Waren auf dem Einkaufzettel ergattert ist.

Und wozu das Ganze? Wenn ich erst Samstag abend einkaufe, gibt es nur noch Mehl und Dosenbier, weil die Supermärkte natürlich nicht wissen und damit rechnen können, dass jedermann vor den Feiertagen Lebensmittel benötigt, weil das ja auch nicht jedes Jahr so ist? Muss man sich wirklich so viel Stress machen und Hektik verbreiten, weil die Supermärkte es unerhörterweise wagen, einen Tag länger als normalerweise die Türen zu schließen? Die Panikkäufer jedenfalls beladen sich in den kommenden Tagen ungeachtet aller logischen Überlegungen mit Lebensmittel, die locker für zwei Wochen ausreichen.

Doch was mich fast mehr ärgert, ist eine andere, noch viel gefährlichere Gattung von Prä-Feiertags-Versorgern; die Wochenanfangspanikkäufer! Die Wochenanfangspanikkäufer sind diejenigen Artgenossen, die sich für unfassbar intelligent halten und eifrig einige Tage vor dem Treiben des Panikkäufers die Läden aufsuchen, um in aller Ruhe alle notwenigen Güter für das anstehende Feiertagswochenende zu besorgen. 

"Natürlich!", mag mancher nun denken, in der Tat ist das Vorgehen des Wochenanfangspanikkäufers viel durchdachter als das des Panikkäufers. Vor dem großen Ansturm still und heimlich seine sieben Sachen zusammenzusuchen, das klingt verführerisch. Doch diese vermeintlich clevere, tatsächlich aber bescheuerte Methode hat nämlich seinen Haken - schließlich kommen die Menschen sowieso immer auf die gleichen Gedanken, und so stellen auch die Wochenanfangspanikkäufer schnell fest, dass die Gänge jetzt schon mit Hingespinnstbrüdern überfüllt sind. Und schneller als man "Wo finde ich denn hier die Salatmayonnaise?" fragen kann, wird man wieder von Einkaufswagen angerempelt und bekommt die Schuld dafür.

Tolle Wurst. Am besten kauft man drei Wochen vorher ein und zu Ostern gibt's Tiefkühlpizza.

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